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Wissenswertes - Honig

Honig

Schon in der Steinzeit wurde der Honig als Nahrungsmittel geschätzt. Eine etwa 12 000 Jahre alte Felsenhöhlenmalerei in Spanien zeigt eine Frau, die an einem Seil in die Höhe klettert, um ein Bienennest auszuheben.
Die Heilkräfte des Honigs kannten lange vor unserer Zeitrechnung auch die Sumerer, Babylonier, Ägypter und Chinesen. Bei den Ägyptern wurde die Biene so hoch geschätzt, dass in der Schrift als Zeichen für König die Biene verwendet wurde.

Wussten Sie, dass...

  • Honig im Altertum und Mittelalter das einzige Süßungsmittel war?
  • bereits die Ägypter wussten, dass Honig äußerlich angewendet eine antibakterielle und desinfizierende Wirkung entfaltet? Honig war auch Bestandteil des Balsams zur Mumifizierung.
  • die Weltproduktion von Honig etwa 1 Million Tonnen beträgt? In Deutschland produzieren etwa 1 Million Völker ca. 90.000 Tonnen Honig.
  • Honig dadurch entsteht, dass die Bienen den Nektar und Honigtau durch Enzyme umwandeln und entwässern?
  • Honig aus 70 - 75 % Kohlenhydraten, 18 - 21 % Wasser und 5 - 7 % Säuren, Mineralien und Enzymen besteht?
  • der reinste und teuerste Honig Scheiben- oder Wabenhonig ist, der in frisch gebauten unbebrüteten Waben gesammelt wird.
  • Honig eine stark wasserentziehende Wirkung hat? Er wird gerne in der Osmotherapie und als Abführmittel eingesetzt.
  • Bienen, um 1 Kilo Honig zu erzeugen, etwa 6 Millionen Einzelkleeblüten oder 1,6 Millionen Akazienblüten anfliegen müssen.


Wie entsteht Honig?
Honig (aus dem althochdeutschen honang=goldfarben) ist das Produkt, das aus der Vermengung von Nektar oder Honigtau mit den körpereigenen Säften der Biene entsteht. Die Farbe und die Konsistenz des Honig ist davon abhängig, von welcher Pflanze er stammt, wie groß und wie weit die Blüten entwickelt waren, welche Temperatur-, Licht-, Luft-, Sonneneinstrahlungs- und Windverhältnisse am Standort herrschten und natürlich von den Bodenfaktoren.
Verschiedene Zucker, Säuren, Stickstoffverbindungen, Mineralstoffe und Vitamine, Farb- und Aromastoffe im Nektar bestimmen das Aussehen und die Konsistenz.

Was enthält Honig?
In erster Linie (70 - 80 %) verschiedene natürliche Zuckerarten, Fructose, Glucose, Saccharose und Dextrin. Desweiteren Kalium, Kalzium, Natrium, Magnesium, Kieselerde, Eisen, Kupfer, Mangan, Chlor, Phosphor und Schwefel. Vitamin B1, B2, B6, C, Pantothensäure, Nikotinsäure, Folsäure und Biotin. Wichtig sind die stoffwechselfördernden Enzyme wie Invertase, Diastase und Katalase. Weiterhin finden wir im Honig das Hormon Azetylcholin sowie verschiedene Inhibine und Aminosäuren. Für den Geschmack sorgen eine Vielfalt an Säuren und Aromastoffen.

Woran erkennt man reinen Honig?
Diese elementar wichtige Frage interessiert jeden, der weiß, dass nur absolut reiner Honig all diese Wirkstoffe enthält: 1. Achten Sie beim Kauf auf das Gütesiegel des Deutschen Imkerbundes. 2. Prüfen Sie den Honig, der kein Gütesiegel hat, indem Sie einen Tropfen auf eine Glasplatte geben. Verläuft der Tropfen rasch, ist Wasser beigemischt. Gibt man 5 Tropfen Jod auf einen halben Teelöffel Honig, deutet eine graue, fleischfarbene oder rötlichblaue Verfärbung auf Mehlprodukte als Streckmittel hin. Erzeugt ein halber Teelöffel Honig in einem Glasschälchen mit einem Teelöffel Wasser und dann 15 cm³ Brennspiritus verrührt eine milchige Trübung, ist Sirup im Spiel und die Ware somit faktisch wertlos.

An dieser Stelle verzichten wir auf die Aufzählung der vielen verschiedenen Honigarten, ihr Aussehen und Konsistenz und ihre spezifische Wirkung auf unseren Organismus. Auch die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten mit entsprechenden Rezepten werden wir an dieser Stelle unerwähnt lassen, werden uns aber bei entsprechender Resonanz zu diesem Thema äußern.

Ein sehr wichtiger Tipp:
Honig nie in kochende Flüssigkeiten geben, weil damit der Enzym- und Vitamingehalt zerstört wird. Nicht über 45° C erhitzen. Kristallisierten Honig verflüssigen Sie, indem das Glas vorsichtig in warmem Wasser bis auf 40° C erwärmt wird.

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aktualisiert am 09.11.2016