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Betriebstechnische Möglichkeiten

Der große, kubische, aus geschäumtem PUR-Hartschaum hergestellten Beutenraum erwies sich mit 140 Litern Rauminhalt als absolut bienengerecht und für den Imker leicht beherrschbar. Auf je 18 Hochwaben kann sich ein gesundes Brutnest entwickeln und auch eine reiche Tracht geborgen werden.
Bei der Beurteilung der Raumgröße ist zu berücksichtigen, dass im Lager-Betrieb jederzeit verdeckelte Honigwaben entnommen und damit neuer Raum geschaffen werden kann.

Die obere Abdeckung der beiden Wabenräume erfolgt durch klardurchsichtige Kunststofffolien und ca. 30 mm starke ROOF-MATE-Platten oder (auf Wunsch) mit ca. 10 mm starken Holzbrettchen und ca. 20 mm starken Dämmplatten. Das große klapp- und arretierbare Giebeldach bildet über der Wabenraum-Abdichtung einen isolierenden und regulierbaren Luftraum. Der Brut- bzw. Überwinterungsraum kann mit einer von hinten leicht einschiebbaren "Bodenwindel" ausgestattet werden, in die eine besondere "Varroa-Kontroll-Auflage" einzusetzen ist. Jeder der Wabenräume besitzt in Front- und Rückwand eine große, durch einschiebbare Formstücke für den jeweiligen Betriebszweck anpassbare Öffnung. Außer dichtem Verschluss aller Öffnungen können verschiedene Flugschlitze, Mäuse- und große Belüftungsgitter "geschaltet" werden.
Freunde der sog. kalten Überwinterung werden über eine abdeckbare Bodenlüftung erfreut sein.
Für die im Warmbaubetrieb leicht mögliche Anpassung des Raumes an jede Volksstärke sind zwei Einengschiede vorhanden. Das senkrechte Absperrgitter kann für die Überwinterung mit einer Formplatte abgedeckt werden. An der Beutenfront ist ein Flugbrettschutzdach einsetzbar, um das eigentliche Flugloch vor Schlagregen und direkter Sonnenbestrahlung zu schützen.

Eine zusätzliche Gitterabdeckung schafft bienendicht getrennte Räume für die Überwinterung von zwei Vollvölkern in einer Beute. Bei Benutzung eines einsetzbaren Keils unter dem Einengschied kann jeder Wabenraum so geteilt werden, dass je zwei bienendichte Räume mit gesonderten Flugschlitzen (nach vorn und nach hinten) in einer Beute geschaffen werden. Dadurch können vier Ableger unter günstigen Bedingungen überwintert werden.

Um Missverständnisse zu vermeiden, muss darauf hingewiesen werden, dass der Oberträger der verwendeten Kuntsch-Hochrähmchen 27,8 cm misst. Wenn diese Rähmchen mit dem Oberträger nach unten geschleudert werden, gibt es in einigen Schleudern Schwierigkeiten. In diesem Fall kann man die aufgesteckten Wabenohren entfernen; dann passen die Rähmchen auf ein 25 cm breites Korbgitter.
Nach Ordnung des Brutnestes und nach Abschleudern des Honigraumes wird im August vom leeren Honigraum aus leicht eingefüttert.
Zur Futterkontrolle im zeitigen Frühjahr werden wie bei allen folgenden Eingriffen nur die nötigen Abdeckungen gelöst, so dass das Volk ungestört bleibt. Zudem verwenden wir keinen Rauch, sondern arbeiten bei unserer Beute vorzüglich mit dem Nelkenöltuch.

Beim Eintritt der Tracht wird ein kleiner Honigraum geöffnet, der dann kontinuierlich durch Mittelwandzugaben nach hinten wächst. Tritt Schwarmstimmung auf, kann in unserer Beute leicht die bewährte "Brutdistanzierung" durchgeführt werden. Bei ungünstigem Wetter und fehlender Zeit schalten wir die Beute durch einfaches Auswechseln der Flugschlitze auf eine sicher wirkende "Schwarmsperre" um.

Mit diesen wenigen leichten Eingriffen werden erfahrungsgemäß sichere Erträge erzielt. So ist diese Beute wie geschaffen, für unsere schöne Imkerei neue Freunde zu gewinnen und um den tätigen Imkerinnen und Imkern die echte Freude an ihren Bienen zu erhalten.

  1. Der Imker hat auch bei voller Besetzung der Beute mit 36 Kuntsch-Hochwaben das gesamte Volk auf einer Ebene vor sich. Sowohl die Kontrolle des Brutbestandes und des Baurahmens als auch die Füllung des Honig-Raumes sind mit wenigen Handgriffen ohne Entfernung anderer Beutenteile in kürzester Zeit möglich.
  2. Da sind zum ersten die Vorteile des Lagerbetriebs und zum zweiten die altbekannten und seit Jahrhunderten bewährten Vorteile der Warmbauanordnung des Wabenwerkes (Altbayrische Trogbeute, Kärntner Bauernstock u.a.). Das Bienenvolk baut aus kleinsten Anfängen, vom Flugloch ausgehend, organisch nach hinten in den freien Raum hinein. Das hierbei entstehende, ideale Brutnest in Form eines liegenden Eies wird durch die Hochwabe dadurch unterstützt, dass dieses liegende Brutei immer von einem Futterkranz (wie in der Natur) umgeben wird.
    Diese Einheit zwischen Brut und Futter sichert die ideale Überwinterung, über die auch der erfahrene Imker immer wieder staunt. Weiterhin kann durch diese Brutnestform das Bienenvolk seinem Urtrieb entgegenkommen, den ersten Futtervorrat unmittelbar hinter dem Brutnest abzulagern. Dadurch kann der Imker auch den allerfrühesten Honig ohne Öffnen eines besonderen Honigraumes mühelos entfernen.
  3. Wächst das Volk (wie unter 2. beschrieben) immer weiter in den hinteren Raum hinein, kann der zur Verfügung stehende seitliche Honigraum zunächst mit 9 Waben durch Umhängen der bereits im Brutraum befindlichen Früh-Honigwaben eröffnet werden.
    Die seitliche Anordnung des Honig-Raums ermöglicht dem Bienenvolk bei einem plötzlichen Wettersturz (z.B. Eisheilige) eine leichte wärmehaltige Abschottung des Brutraumes gegenüber dem brutfreien Honigraum.
  4. Das Wachstum des Bienenvolkes ist in der WLB dadurch in biologisch richtiger Weise zu fördern, dass es technisch möglich ist, Brutraum und Honigraum aneinander anzugleichen.
  5. Das im Zentrum der Völkerführung immer wieder auftauchende Schwarmproblem kann in der WLB auf zweierlei Arten einfach und sicher beherrscht werden. Einmal macht die besondere Ausführung des Mittelschiedes mit dem Absperrgitter eine sichere Brutdistanzierung möglich. Dabei wird die offene Brut ohne Königin im hinteren Teil des Honigraumes durch den vorderen Teil des Honigraumes und das senkrechte Absperrgitter sicher von dem im vorderen Teil des Brutraumes neu entstehendem Brutnest getrennt.
    Die zweite Möglichkeit, einen plötzlich auftretenden Schwarmtrieb zu bändigen, ist die hier mögliche Umfunktionierung des Absperrgitters zum Schwarmverhinderungsgitter, indem der Ausflug des Volkes vom bisherigen Brutraumflugloch umgeschaltet wird. Infolge des bis zum Boden heruntergezogenen Absperrgitters ist der Weg der Bienen zum Honigraumflugloch zur Brut praktisch durch Umschaltung kaum größer geworden. Der Schwarm zieht aus, muss aber zu der im Brutraum festgehaltenen Königin zurück.
  6. Ablegerbildung in Form eines Kunstschwarmes oder Brutablegers sind durch den jederzeit zugänglichen Honigraum mit seinen umgehängten Brutwaben und seiner großen Bienenmasse leicht möglich. Das gleiche gilt für alle denkbaren Schröpfungsmaßnahmen.
  7. Die Fütterung erfolgt in der WLB durch einen eigens für diese Beute konstruierten Futterkasten oder auch durch Futtereimer vom freigemachten Honigraum aus.
  8. Varroakontrolle und -bekämpfung sind durch die von hinten einschiebbare Gitterwindel von unten ohne besondere Störung des Volkes möglich.
  9. Eine besondere Annehmlichkeit bietet der Umgang mit der WLB dadurch, dass praktisch auf jede Raucheinwirkung auf das zu behandelnde Volk verzichtet werden kann. Die kurzfristige Bedeckung der Wabenoberträger mit einem Nelkenöltuch ist sowohl für den Imker als auch für die Bienen angenehm und erfüllt bei richtiger Anwendung den gleichen Zweck.
  10. Da die WLB von praktischen Imkern für Imker geschaffen wurde, haben wir auch einfache und sichere Methoden erarbeitet, um jedem Imker einen problemlosen Übergang von seinen bisherigen Beuten und anderen Rahmenmaßen auf die WLB mit dem Kuntsch-Hochmaß möglich zu machen.
  11. Bei der Verwendung von Thymol gegen VARROA wird die Thymolschale oben auf die Rähmchen aufgelegt. Die Verdunstung geschieht durch die Eigenwärme des Brutnestes.
  12. Die Aufstellung der Beute kann als Einzelaufstellung erfolgen. Dazu können spezielle, an die Beute einschraubbare Füße geliefert werden, die zusätzlich mit einer Ameisenfalle versehen werden können. Durch diese Art der Aufstellung kann unabhängig vom jeweiligen Gelände (welches oft für größere Bienenstände ungeeignet ist) und auch in unwegsamem Gelände ein jeweils günstiger Platz gewählt werden. Dieser Platz sollte möglichst beschattet sein, da, wie bei der Freiaufstellung, eine dauernde Sonnenbestrahlung sich für das Bienenvolk ungünstig auswirken kann.
  13. Ausblick
    Der sonst nicht aufzuhaltende Rückgang der deutschen Imkerei lässt sich nur dann verhindern, wenn das Halten von Bienen nicht nur nützlich, sondern auch leicht und schön ist. Unsere neue Beute bietet, wie alle aus biologischen Gegebenheiten heraus entwickelten Formen, ein harmonisches Bild. Sie passt sich als Einzelstück und als Beutengruppe jedem freien Gelände und jedem Garten an. Wir sind daher sicher, dass die hier gebotene Form der Bienenhaltung nicht nur älteren Imkerinnen und Imkern ihre liebgewonnene Beschäftigung bis ins hohe Alter erhält, sondern auch junge Menschen anspricht, die ihre Freizeit sinnvoll gestalten wollen.
  14. Ableger- und Wabentransportkasten
    Eine Imkerei ohne Ableger als Reserve für vielerlei Möglichkeiten ist nur eine halbe Imkerei. Damit dies aber nicht so ist, muss man für die Bildung, Unterbringung und den Transport der Ableger ein entsprechendes Betriebsmittel verfügbar haben.
    Alle Imkerinnen und Imker, die mit dem Wabenmaß Kuntsch-Hoch imkern, werden dieses wichtige Betriebsmittel bald sehr hoch einschätzen.
    Die Vorteile unseres Ableger- und Wabentransportkastens erleichtern dem praktischen Imker die Arbeit und bereiten auch Freude bei der Handhabung, weil der Kasten nicht nur als Unterkunft für Ableger, sondern auch als idealer Wabentransportkasten, also mehrfach nutzbar ist.
    Man kann darin Ablegervölker bis zu 6 Waben Stärke unterbringen und auch auf größere Entfernungen sicher transportieren, denn er hat neben seinem Flugloch auch eine einfach und schnell vorzugebende Wander- und Belüftungsmöglichkeit. Mit seinem weit übergreifenden Überfalldeckel ist der jeweilige Inhalt des Kastens gegen Nässe von außen absolut geschützt. Der Kasten benötigt bei freier Aufstellung keinen besonderen Wetterschutz, weil er - so wie auch unsere WARMBAU-LAGERBEUTE "System BREMER" - aus witterungsbeständigem und lebensmittelfreundlichem sowie bestens wärmeisolierendem und FCKW-freiem PUR-Hartschaum gefertigt ist.
    Der Kasten eignet sich ganz vorzüglich dazu, darin bis zu 6 Rähmchen, vor allem schwere, schleuderreife Honigwaben zu tragen. Dies ist besonders dadurch sehr erleichtert, weil der Kasten mit einem schnell abnehmbaren und "griffigen" Tragbügel ausgestattet ist.
    Beim Tragen von schweren Schleuderwaben wird bei anderen Transportkästen (Zargen) meist der Rücken der Trägerin oder des Trägers sehr stark gefordert und viele Imkerinnen und Imker haben bei dieser Schlepperei echte Schwierigkeiten oder gar Rückenschmerzen. Wenn aber unser Ableger- und Wabentransportkasten mit 6 schleuderfähigen Honigwaben gefüllt ist, so wiegt er etwa 10 kg. Damit ist z.B. das Tragen von 12 schweren Honigwaben in zwei unserer Kästen sehr viel leichter. Zwei etwa gleichschwere Kästen, beidhändig getragen, sind nicht nur bequemer, sondern auch sehr viel gesünder. Der Rücken wird nicht so sehr beansprucht. Das Tragen dieser Lasten ist damit nicht nur leichter, sondern vor allem auch medizinisch sinnvoller.
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aktualisiert am 09.11.2016